Winzergenossenschaften im Test – Qualität deutscher Weine erstaunlich hoch
Beim großen Leistungstest der Genossenschaften, den die Fachzeitschrift WEINWIRTSCHAFT alljährlich durchführt, stellten sich 88 Winzergenossenschaften dem kritischen Urteil der Verkoster. Insgesamt 528 Proben wurden von den 32 Verkostern genau unter die Lupe genommen, um die Betriebe mit der überzeugendsten Produktpalette zu küren.
Bewertet wurde jeweils das Kernsortiment deutscher Genossenschaften. Dazu mussten sechs Proben im Verkauf befindlicher Jahrgänge eingereicht werden: je ein QbA-Wein trocken rot und weiß, je ein Premiumwein trocken rot und weiß, ein Prädikats- oder Premiumwein halbtrocken oder lieblich sowie ein Rosé trocken oder halbtrocken, die von den Weinexperten in einer Blindprobe verkostet und bewertet wurden.
Das Gesamtranking der deutschen Winzergenossenschaften wurde aus der durchschnittlichen Punktzahl für die eingereichten Weine ermittelt. Platz 1 belegt die Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr mit einer Durchschnittspunktzahl von 85,9 Punkten, gefolgt von den Vier Jahreszeiten Winzern (Pfalz) mit 85 Punkten und Dagernova Weinmanufaktur (Ahr) mit 84,3 Punkten. Platz vier teilen sich die Winzergenossenschaft Oberbergen (Baden) und die Weingärtner Cleebronn-Güglingen (Württemberg) mit jeweils 83,7 Punkten, und mit 83,5 Punkten auf Platz 5 landeten die Winzergenossenschaft Kallstadt (Pfalz) sowie die Fellbacher Weingärtner (Württemberg).
Insgesamt zeigte sich das Qualitätsniveau der derzeit im Handel befindlichen Weine erfreulich hoch: 93 Prozent aller Proben wurden mit mindestens 73 Punkten und damit als „zufriedenstellend“ bewertet, knapp 64 Prozent erreichten mehr als 81 Punkte (gut) und ganze 18,7 Prozent erhielten 85 Punkte und mehr (sehr gut). Ein Ergebnis, das beweist, wie kontinuierlich in den Genossenschaften an der Qualität gearbeitet wird.